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Blade MSR

 Das ModellMSR-Pylone 


Auf der Suche nach der ultimativen Herausforderung entsinnte ich mich, dass auf den Hubschrauber-Wettbewerben früher Holzpylone mit Haken von den Helis mit der Kufe aufgesammelt und dann auf Zielpunkten abgesetzt wurden. Das war in einer Zeit, wo die 3D-Hampelei noch nicht möglich war ;-). Dabei herausgekommen ist das hier:



Es ist, für mich als Heli-Einsteiger, nun tatsächlich die ultimative Herausforderung geworden. Bis ich das erste Mal einen Pylon mit der Kufe aufgesammelt hatte, hat es 4 Akkuladungen gebraucht.
Aber auch, wenn man diese Hürde genommen hat, und das Ding endlich am Heli hängt, wird die Sache nicht unbedingt einfacher. Der Heli fliegt wie leicht vertrimmt, zieht immer in die Richtung, in der der Pylon hängt. Fliegt man zu hektisch, kommt der Pylon ins Schwingen und der Heli schwingt irgendwann mit. Mir ist es noch nicht gelungen, das auszusteuern. Wenn man aber ruhig daherschwebt, funktioniert die Sache.



Dann kommt die nächste Herausforderung, nämlich das punktgenaue Absetzen auf einem Stapel DVD-Hüllen oder einem Mousepad...
Wenn man hier das Ziel trifft und dann die Kufe noch derart aus dem Haken befreit, dass dieser sich nicht im Heckrohr verfängt(auch das habe ich mittlerweile mehrmals geschafft!), kann man sich dem nächsten Pylon widmen!

Trotzdem die Aufgabe nicht leicht zu bewerkstelligen ist, macht es Spass, weckt den Ehrgeiz und irgendwann stellt sich auch ein Trainingseffekt ein, davon bin ich überzeugt.

Die Geschichte sollte auch mit anderen Micro-Helis, wie z.B. dem Blade mCX, funktionieren. Evtl. muss man das Gewicht noch anpassen. In der hier vorgestellten Version wird der Pylon beispielsweise von dem T-Rex 250 eines Freundes weggepustet, sobald der Heli ihm näher kommt. Ist sehr lustig anzuschauen, das Katz- und Mausspiel, aber der Pylon vom Heli nicht zu kriegen ;-)

Für alle Action-Piloten, die sich die Aufgabe zutrauen, gibt es die Pylonen als Bastelbogen zum selbstverständlich kostenlosen Download! Hier nun die Aufbauanleitung dafür.
Benötigt werden für 2 Pylone:
  • Der Bastelbogen selbst
  • Zwei 1-Cent-Stücke, je nach Heli
  • Kleber
  • Tesafilm


Als Erstes wird der Bastelbogen heruntergeladen(Link am Ende der Seite) und ausgedruckt. Hierfür reicht ganz normales Druckerpapier. So sieht das, was wir dann vor uns liegen haben, dann aus:



Auf dem Bogen sind die Teile für 2 Pylone abgebildet. Zunächst werden alle Teile ausgeschitten. Geschnitten wird an allen durchgezogenen, schwarzen Konturen. Dabei bei dem langen, schmalen Teil, das für den Haken ist, die unteren Einschnitte nicht vergessen! Zum Ausschneiden reicht eine einfache Schere. So schaut das dann aus:



Jetzt wirds dreidimensional! Wir falten die Teile vor. Gestrichelte Linien stehen für Bergfalten, das heißt, von der bedruckten Seite des Papiers aus gesehen, wird das Papier nach unten geknickt. Gepunktete Linien stehen für Talfalten, die gedruckte Seite des Papiers wird nach oben gefaltet. Talfalten kommen nur am Haken vor, am oberen Ende beim z-förmigen Knick, und unten bei den 4 Klebelaschen. Wir falten alle Kanten und legen den Knick auf den Tisch, um nochmal mit der Kante des Fingernagels darüberzufahren. So wird die Kante schön scharf. Danach entfalten wir das Ganze wieder. Das Ergebnis der Aktion könnte so aussehen:



Der eigentliche Zusammenbau beginnt beim Haken. Zuerst streichen wir die Innenseiten des Hakens und die seitliche Klebefläche mit Kleber ein. So ein Klebestift wie auf dem Bild funktioniert dafür prächtig. Richtiger Kleber sollte auch funktionieren, und wer will, der darf.



Nun formen wir aus dem Teil eine Röhre und nutzen die bereits mit Kleber eingestrichene Lasche zum Schließen. Die beiden Hakenteile mit den z-förmigen Knicken liegen sich mit den ebenfalls mit Kleber eingestrichenen Innenseiten gegenüber und werden deckungsgleich verklebt. So sieht der fertige Haken aus:



Jetzt widmen wir uns dem eigentlichen Pylon. Der Pylon wird an der Oberseite von innen mit Kleber bestrichen, wie das genau gemeint ist, sieht man auf dem Bild. Außerdem wird auf der Außenseite wieder die Klebefläche eingestrichen.



An dieser Stelle sind Fingerspitzengefühl und Nerven gefragt. Die Klebelaschen des Hakens werden wie gezeigt auf die Innenflächen des Pylons geklebt, gleichzeitig erhält der Pylon seine Pyramidenform. Für die letzte Lasche kann man evtl. die Spitze einer Schere zum Andrücken zu Hilfe nehmen.



So siehts von unten aus, wenns fertig ist:



Und so steht er dann vor uns. So langsam lässt sich was erkennen.



Jetzt wirds gewichtig. Ein Gewicht ist nämlich, auch beim kleinen mSR, nötig, damit der Pylon nicht vom Heli weggepustet und damit unerreichbar wird. Für den Blade mSR funktioniert ein 1-Cent-Stück wunderbar. Dieses kleben wir mit einem Streifen Tesafilm auf die Innenseite der ersten Bodenlasche. Dies ist die Lasche links neben der Klebenaht des Pylons, ebenfalls links von der einzigen Lasche ohne aufgedruckter Klebefläche.



Der Tesastreifen sollte nicht länger als die Lasche sein, sonst behindert er den weiteren Zusammenbau. Zu kurz darf er auch nicht sein, dann geht das Gewicht flöten!



Dann werden alle Klebeflächen auf den Laschen, also nur die schraffierten Flächen, mit Kleber eingestrichen.



Dann werden die Laschen, beginnend mit der mit dem Centstück, nach innen gefaltet und aufeinandergeklebt. Nach der Centstück-Lasche kommt die andere, die vollständig mit Kleber bedeckt ist. Das Umfalten erfolgt also nacheinander gegen den Uhrzeigersinn(wenn der Pylon, wie im Bild, auf dem Kopf steht).



Als Vorletzte kommt die Lasche, die nur noch teilweise Klebefläche ist.



Bevor die letzte Bodenlasche umgeknickt ist, kann man mit der Spitze einer Schere den Boden unterstützen und nochmal richtig andrücken.



Wenn dann auch die letzte Lasche an ihrem Platz ist, sind wir fertig. Vor uns steht ein wunderbarer Pylon, der uns noch viel Spass bereiten wird, aber uns mit unserem Ehrgeiz auch bis zur Weißglut treiben kann ;-)



Ich wünsche viel Spass und Erfolg bei den Flugmanövern!

Den Bastelbogen gibts als PDF hier zum Download: