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Blaulicht

Diese Blaulicht-Schaltung habe ich für mein Feuerlöschboot Dolly gebaut. Die Originale dieser Lampen bestehen aus einer Lampe, die von einem sich drehenden Parabolspiegel abgeschirmt wird. So wandert das Licht quasi um die Lampe herum. Dieser Effekt soll hier nachgebildet werden.
Der Schaltplan für die Steuerelektronik sieht wie folgt aus:



Die fehlenden Werte für die Bauteile lauten wie folgt:
C2 330µF, ist aber nicht ganz so wichtig, da dieser nur als Pufferkondensator dient,
R1 100k (Zur Einstellung der Geschwindigkeit),
R4-R11 irgendwas um die 300 Ohm(hab ich natürlich wieder nicht da gehabt). Wer die Schaltung nachbauen will, muss diese Widerstände eh in Abhängigkeit von der angedachten Betriebsspannung und den eingesetzten LEDs neu berechnen.
R12 1k
LED1 grüne 3mm Low-Current LED
Dies ist eine einfache Lauflicht-Schaltung, bestehend aus einem astabilen Multivibrator zur Takterzeugung, realisiert mit einem NE555, im Schaltplan zu sehen auf der linken Seite. Der erzeugte Takt liegt an Pin 3 des NE555 an und wird in diesem Fall mit einer grünen LED visualisiert. So konnte ich erst nur den takterzeugenden Teil aufbauen und auf Funktion prüfen. Dieser hat auch auf Anhieb funktioniert und sieht so aus(hier fehlt noch der Kondensator C2):



Der rechte Teil der Schaltung besteht aus dem Dezimal-Zähler 4017, der eigentlich bis 10m zählen kann. Jeder der 10 Ausgänge wird dann einzeln durchgeschaltet. Da hier nur 8 LEDs zum Einsatz kommen, wird mit dem 9. Ausgang das Ganze IC einfach resettet. Somit werden jetzt nur noch die Ausgänge 1-8 nacheinander geschaltet(der 9. schaltet sich ja selbst direkt aus). Wichtig ist hierbei, nicht die Stromversorgung des ICs über Pin 8 und 16 zu vergessen. Dies ist in der Zeichnung links zu finden, aber nur weil es da gerade so gut hingepasst hat. Ich finde es ohnehin nervig, dass Eagle bei den größeren ICs die Power-Pins separat behandelt.
Die LED-Seite sieht nun so aus:



Bei den verwendeten SMD-LEDs in der Bauform 0603 wird das Zusammenlöten dieses Teils der Schaltung eine echte Fummelarbeit. Die LEDs sind nur 0,8x0,8x1,6mm groß! Verdrahtet habe ich diese mit Kupferlackdraht mit 0,1mm Durchmesser, denn es müssen nachher durch die kleine Öffnung im Fuß des Blaulichts ganze 9 Drähte gezogen werden. So sieht das dann aus:



Auf diesem Foto fehlen noch die 8 Einzelnen Drähte. Um die LEDs beim Löten zu fixieren, habe ich sie auf dem Kopf auf einen Streifen Gewebeband geklebt. Wichtig ist auch, zwischen den einzelnen LEDs noch etwas Platz zu lassen, da sonst einerseits die oberen Kontakte sich berühren könnten und andererseits man die ganze Konstruktion nachher nicht mehr kreisförmig gebogen kriegt. Danach habe ich die Konstruktion gebogen, die Kappe des Blaulichts mit 5min. Epoxi gefüllt, und die LEDs darin versenkt. Dann noch den Fuß des Blaulichts obendrauf und schon kann der empfindlichen Sache nichts mehr etwas anhaben. Hier mal ein Bild davon:



Und das finale Resultat in Aktion:



Den ganzen Effekt kann die Kamera natürlich nicht einfangen, weil die LEDs dafür zu hell sind. Es kann sich aber wirklich sehen lassen und die doch etwas aufwändigere Aktion hat sich für mich gelohnt.