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Outrigger


Einleitung



Outrigger sind schnelle, zweckgerichtete Boote und haben kein reales Vorbild. Sie sind oft nur dazu ausgelegt gerade Strecken möglichst schnell zu fahren.
Da der erste Versuch einen Rigger samt Form aus GFK zu bauen von mir abgebrochen wurde, weil mir einige Dinge nicht gefielen, habe ich beschlossen einen neuen Outrigger zu bauen. Dieses Mal sollte das Material allerdings Holz werden. Dies hat zwar den Nachteil, dass das Boot schwerer wird, aber es ist um einiges einfacher und vor allem auch kostengünstiger.

Besorgungen

Da ich zum Glück aufgrund anderer Projekte noch einiges da hatt, wurde der Bau für mich sehr angenehm günstig. Hier mal die Materialliste für den Bau des Rumpfes:
  • 4mm dickes Sperrholz
  • Holzleim (Ponal Express)
  • Balsaholz
  • 163g Glasfasergewebe Köper
  • Epoxydharz (24h)
  • Aluminiumrohr (Innendurchmesser 6mm)
  • Kohlefaserrohr (Außendurchmesser 6mm)
Das war es soweit auch schon. Der ganze restliche Kram wie Welle, Ruder, Fahrtregler usw. sollte natürlich auch vorhanden sein.

Rumpf




Als erstes muss man sich überlegen wie groß der Rumpf überhaupt werden muss. Dazu legt man sich einfach alle Komponenten zurecht und misst die Größen aus.
Nachdem die Maße geklärt sind denkt man sich noch eine passende Form aus und überträgt diese auf das Sperrholz. Die einzelnen Teile habe ich dann ausgesägt, etwas nachbearbeitet und letztendlich einfach mit Holzleim zusammengeklebt. Damit der Deckel hält, mussten natürlich ein paar Auflageflächen geschaffen werden. Diese habe ich einfach durch kleine Holzleisten am Rand des Rumpfes realisiert. Der Deckel bekam noch eine Flosse oben drauf, damit man ihn ohne Probleme abnehmen kann, was sonst bei einem passgenauen Deckel etwas schwierig werden könnte. Die Spitze des Bootes sollte rund werden und musste deshalb aus Balsaholz hergestellt werden. Balsaholz ist relativ weich und lässt sich wunderbar schleifen. Ich habe also einen Balsaklotz zugeschnitten und zwischen die Seitenwände geklebt. Anschließend wurde der Klotz dem Rumpf angepasst und die Rundung geschliffen.
Als der Rumpf soweit zusammengeleimt war habe ich hier und da noch Unebenheiten ausgebessert um ihn anschließend komplett mit Epoxydharz einzupinseln. Das ist notwendig damit sich die Poren des Holzes schließen und es somit wasserabweisend wird. Um Gewicht zu sparen sollte man hier sparsam sein. Nach diesem Schritt habe ich den Innenteil mit einer Lage 163er Glasfasergewebe ausgelegt und mit Epoxydharz durchtränkt. Dies dient zum einen der weiteren Stabilität und zum anderen lässt sich der Innenraum so leichter sauber halten. Jetzt musste nur noch alles trocknen um sich danach noch einer letzten Schleiferei zu unterziehen.

Motorhalterung



Den Motor wollte ich so flach wie möglich und so nah wie möglich am Rumpfboden einbauen. Als Motorhalterung habe ich eine 2mm dicke Epoxydplatte genommen und entsprechend die Löcher für den Motor hineingebohrt.
Anschließend habe ich den Motor an der Platte angeschraubt und mir die Wellenanlage vorgenommen. Denn um den Motor genau auszurichten, muss man logischerweise die Welle mit einbeziehen. Diese wurde auch direkt samt Stevenrohr gekürzt. Im Rumpfboden habe ich ein Langloch ausgeschnitten um dort das Stevenrohr durchzuführen und passend zu biegen. Außerdem musste ich noch das Strutruder am Heckspiegel anschrauben. Somit war die Motor-Welle-Ruder-Einheit komplett und konnte ausgerichtet werden.
Als ich alles zufriedenstellend im Boot liegen hatte, konnte ich den Motorhalter endlich mit Epoxydharz und Glasfaserschnipseln im Boot festkleben. Den Motor habe ich vorsichtshalber mit Klebeband umwickelt, um ihn vor Harz zu schützen. Glücklicherweise habe ich mit dem Zeug dieses Mal nicht rumgekleckert.
Nun hieß es wieder warten bis das Epoxydharz getrocknet war.

Der ganze Rest

Da ich sehr in Eile war, weil das Boot mit in den Urlaub sollte, habe ich gar nicht mehr an den Baubericht gedacht und deshalb leider keine Fotos mehr von den einzelnen Baustufen gemacht.
Aus diesem Grund gibt es den restlichen Bau jetzt in der Schnellfassung. Details entnehmt bitte den folgenden Fotos.

  • Stevenrohr und Welle wurden gekürzt
  • Strutruder wurde am Heck angebracht
  • Ruderblatt wurde gekürzt
  • Stevenrohr wurde einlaminiert
  • Servohalterung wurde aus einer Aluminiumplatte hergestellt
  • Servohalterung wurde an einem eingeklebten Glasfaserspant festgeschraubt
  • Ruderanlenkung wurde durch einfaches Gestänge und Stellring realisiert
  • Antennensockel wurde am Deckel angebracht
  • Schwimmerrohlinge wurden aus Balsaholzplatten zusammengeleimt
  • Schwimmer wurden geschliffen
  • Aluröhrchen wurden in Schwimmer und Rumpf eingeklebt
  • Schwimmer wurden durch Kohlefaserrohre und Schrumpfschlauch mit dem Rumpf verbunden
  • Empfänger und Fahrtregler wurden eingesetzt
  • Boot wurde zu Testzwecken lackiert

Es steht immer noch Arbeit an dem Rigger aus. So fehlt noch eine Wasserkühlung und hier und da müssen noch Kleinigkeiten geschliffen und gespachtelt werden. Anschließend sollte das Boot dann noch eine vernünftige Lackierung erhalten. Die erste Testfahrt habe ich allerdings schon hinter mich gebracht. Der Rigger machte einen guten Eindruck auf dem Wasser, allerdings kam das Heck nicht so richtig frei. Da könnte eine größere Schraube Abhilfe schaffen. Auch muss ich noch mit dem Anstellwinkel der Schwimmer experimentieren. Sobald alles gut läuft, gibt es vielleicht ein Video dazu.
Aber jetzt erstmal noch einige Fotos: