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| BugSoft Modellbau | Schiffe/Boote | MegaDragstar3

MegaDragstar3

Einleitung



Die MegaDragstar3 kostet stolze 140€, allerdings hat man dafür auch schon fast alles im Baukasten enthalten. Einen Rumpf mit Deckel, Alu-Stevenrohr mit kugelgelagerter Welle, Ruder, Turnfin, Schraube und diverse Kleinteile. Leider wird im Bausatz kein Motor mitgeliefert, was man für den Preis durchaus erwarten könnte.
Da ich allerdings alles am Boot möglichst robust und edel haben wollte, habe ich Ruder, Turnfin und Motorhalter durch entsprechende Teile aus Aluminium ausgetauscht. Die mitgelieferten waren nämlich aus Kunststoff. Das Stevenrohr hingegen macht einen sehr guten Eindruck und durfte bleiben. Nun musste noch ein 700er Motor her und ich hatte soweit alles zusammen für den Bau.
Die zusätzlichen Teile habe ich übrigens bei der Firma Hopf gekauft.

1. Rumpf verstärken



Die MegaDragstar3 ist meiner Meinung nach etwas dünn laminiert an manchen Stellen, so dass ich den Rumpf ganz einfach verstärken wollte. Gerade im hinteren Teil des Rumpfes, wo Motor, Welle, Akkus und der ganze andere Kram liegen und es ordentlich Vibrationen gibt, sollte es doch recht stabil sein.
Also wird zuerst eine Lage Glasfasergewebe vom Heck bis kurz über die Stufe gelegt und einlamiert. Dabei wird das Gewebe auch an den Seiten hochgezogen, so dass diese an Stabilität gewinnen. Ist der ganze Kram dann endlich getrocknet, so kann man sich um die Verstärkung des Hecks kümmern. Denn gerade hier werden das Ruder und das Stevenrohr befestigt, auf die währende der Fahrt enorme Kräfte wirken.
Dazu wird erst einmal eine Glasfaserplatte laminiert. In der Zeit des Trocknens kann man dann schon mal die innere Form des Heckspiegels auf eine Pappschablone übertragen. Mit Hilfe dieser Schablone schneidet man dann ein passendes Stück aus der Glasfaserplatte aus. Die gerade ausgeschnittene Platte wird dann durch einen Brei aus Epoxydharz und Baumwollflocken von innen ins Heck geklebt. Ist alles schön glatt und gibt es keine Luftblasen zwischen Rumpf und Platte, so kann man noch eine Lage Glasfasergewebe drüberlegen um das ganze sauber abzuschließen.
Die Arbeiten zur Verstärkung des Rumpfes sind jetzt fertig.

2. Styroporklotz einsetzen



Für dieses Boot habe ich mir überlegt ein Stück Styropor in den vorderen Teil des Rumpfes einzusetzen, damit das Boot im schlimmsten Fall nicht untergeht, sondern noch wenigstens etwas an der Wasserobefläche schwimmt. Somit muss man nicht nach einem gesunkenen Boot tauchen, sondern kann es einfach aus dem Wasser ziehen.
Um den Styroporklotz einigermaßen passgenau zu machen, werden erstmal die äußeren Rumpfmaße auf eine Pappschablone übertragen. Mit dieser wird dann ein entsprechendes Stück Styropor ausgeschnitten. Nun wird so lange am Klotz geschnitten und geschliffen, bis er in den Rumpf passt. Die Stufen im Boot sollten dabei mit berücksichtigt werden.
Hat man den Klotz soweit fertig, wird er eingesetzt. Es ist nicht weiter schlimm, wenn er mit etwas Spannung im Rumpf sitzt. Immerhin sollte das Styropor ja nicht im Rumpf hin und her wackeln.
Wer möchte, kann noch ein flaches Stück Styropor unter den Deckel kleben, damit dieser auch nicht verloren geht, sofern er mal abfallen sollte.

3. Loch für Stevenrohr bohren



Damit später der Antrieb eingebaut werden kann, muss ein Loch am Heck gebohrt werden. Dies ist dafür da, dass das Stevenrohr mit der Welle hinten rausgucken kann. Irgendo muss ja immerhin die Schraube dran. Der Mittelpunkt des Lochs wird 10mm über der untersten Kante am Heck gesetzt. Das Loch selbst hat einen Durchmesser von ebenfalls 10mm.

4. Flutkanalöffnung aufbohren



Jetzt ist es an der Zeit die Öffnung für den Flutkanal herzustellen. Das geht relativ schnell, aber auch hier sollte man sorgfältig arbeiten, da man sonst mal schnell ein Stück zu viel Boot abgeschnitten hat.
Erstmal ein paar Löcher bohren und die ersten Stücke herausfräsen. Dann kann man sich immer mehr der gewünschten Öffnungsform annähern. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Öffnung nicht zu klein wird, damit auch genügend Wasser während der Fahrt ausströmen und beim Kentern schnell einströmen kann. Auch die Ecken der Öffnung sollten rund sein, damit das Glasfasergewebe nicht so schnell einreißen kann.
So, das wärs dann schon. Zum Abschluss noch eben die Dichtigkeit des Flutkanals testen, indem man ihn einmal mit Wasser füllt und im Inneren des Bootes nachsieht ob es undichte Stellen gibt. Wenn dies der Fall ist, dann einfach die Löcher mit Harz zuspachteln.
Der Rohbau wäre hiermit soweit fertig.

5. Motorträger einlaminieren



Nun ist es endlich mal an der Zeit dem Boot das zu geben, was ein Boot eigentlich ausmacht: der Motor.
Um diesen gescheit zu befestigen muss natürlich der Motorträger fest einlaminiert werden. Wichtig ist hierbei, dass man genau arbeitet, da durch den Motorträger nicht nur der Motor einfach gehalten wird, sondern auch gleichzeitig der Wellenwinkel bestimmt wird. Also sollte man als erstes den Motor an den Halter anschrauben, so dass die beiden Teile eine Einheit bilden.
Nun sollte man schon mal das Stevenrohr ins Boot setzen und schauen an welcher Stelle es einen möglichst flachen Wellenwinkel gibt. Ich habe mich hier für die Stufe im Boot entschieden. Man erhält zwar nicht den flachsten Winkel, der möglich wäre, aber so ist es noch gut möglich eine Kühlspirale um den Motor zu legen und somit die Wasserkühlung zu sichern. Also auf geht´s. Welle mit Motor zusammengefügt und endgültig die Position des Motorhalters bestimmt. Ich habe hierbei absichtlich auf das Flexstück verzichtet, da dieses wie der Name schon sagt flexibel ist und somit den Wellenwinkel und den ganzen Einbau verändern könnte.
Danach habe ich die Position leicht mit Bleistift angezeichnet und den Motor samt Stevenrohr zum Heck verschoben. Eben Epoxy mit Baumwollflocken vermengt und einen Kleks davon auf die gewünschte Stelle geklatscht, damit die kleine Lücke unter dem Motorhalter auch ausgefüllt ist und keine Luftblase entsteht. Jetzt den Motor samt Halterung und Stevenrohr vorsichtig in Position gebracht und schließlich eine Lage Glasfaser über den unteren Teil der Halterung gelegt und sorgfältig mit Harz bestrichen. Danach noch eine Lage Gewebe drauf, damit auch alles richtig gut sitzt und fertig ist der Einbau der Halterung!
Bevor es weitergeht mit dem nächsten Schritt, heißt es jetzt warten bis das Harz getrocknet ist.

6. Stevenrohr einlaminieren



Als nächstes kümmern wir uns um das Stevenrohr. Zu allererst wird die Welle wieder vom Motor getrennt und der Lagerbock auf das Stevenrohr geschoben, so dass der Schmiernippel direkt über dem Loch im Stevenrohr sitzt. Welle und Motor werden anschließend durch das Flexstück und die beiden Wellenkupplungen verbunden. Hat man dies erledigt, so muss wieder einmal Harz mit Baumwollflocken angemischt werden. Das klebrige Zeug wird dann um das Stevenrohr hinten am Heck verteilt, so dass das Stevenrohr mit dem Rumpf verbunden wird und das Loch dicht ist. Schließlich sorgt man noch dafür, dass etwas Baumwollflockenbrei unter den Lagerbock kommt, damit dieser als Auflage des Stevenrohrs dient und ebenfalls mit dem Rumpf verbunden wird.
Jetzt alles schön aushärten lassen und fertig ist der Antrieb des Bootes!

7. Servohalterung herstellen



Zur Herstellung der Servohalterung wird erst einmal wieder eine Pappschablone angefertigt. Wenn diese die gewünschte passende Form hat, kann mit Hilfe der Schablone die Halterung aus einer Glasfaserplatte ausgeschnitten werden. Ist dies vollendet, so schneidet man ein rechteckiges Loch in Größe des Servos hinein. Danach wird das Servo in die Platte eingesetzt und man markiert die Stellen auf der Platte an denen die Schrauben das Servo halten sollen. Dort bohrt man Löcher, so dass die Schrauben durchgesteckt werden können. Auf der Rückseite werden nun über den Schraubenlöchern Polystoppmuttern festgeklebt. Zuerst mit Sekundenkleber fixieren und dann mit Baumwollflockenbrei endgültig festkleben.
Jetzt muss die Halterung nur noch mit Baumwollflockenbrei in den Rumpf geklebt werden. Man sollte darauf achten, dass sie senkrecht und parallel zur Außenkannte des Rumpfes steht. Nun heißt es wieder warten bis das Harz ausgehärtet ist.

8. Ruder anbringen



Jetzt wird einfach nur das Ruder mit Schrauben angeschraubt. Die Löcher hierfür wurden schon im vorhergehenden Schritt gebohrt. Für das Gestänge der Ruderanlenkung muss nun noch ein Loch neben dem Ruder gebohrt werden. Hier wird dann schließlich die Alu-Hülse für den Faltenbalg eingesetzt.

9. Ruderanlenkung montieren



Das Gestänge zur Anlenkung des Ruders muss zu allererst auf die ungefähre gebrauchte Länge gekürzt werden. Danach wird es an einem Ende zu 90° abgewinkelt. Man führt das Gestänge nun durch die Faltenbalghülse durch und hängt es mit dem abgewinkelten Ende im Ruder ein. Nun sieht man in etwa wie stark der Knick im Gestänge werden muss, damit man es mit dem Servohorn verbinden kann. Man nimmt das Gestänge wieder heraus und knickt es an entsprechender Stelle.
Jetzt wird der Faltenbalg auf die Aluhülse geschoben und festgeklebt. Anschließend schiebt man das Gestänge wieder hindurch und hängt es am Ruder ein, wo es noch mit einem Stellring gesichert wird. Nun wird das andere Ende noch mit dem Servohorn verbunden. Man sollte direkt darauf achten, dass sich das Servo in der Neutralstellung befindet, da man dies sonst später noch korrigieren muss.

10. Antennenröhrchen anbringen



Die Halterung für das Antennenröhrchen wird hinten rechts platziert. Es muss lediglich ein Loch gebohrt werden, um die Halterung danach durchzustecken und mit einer Mutter im Inneren des Bootes festzuschrauben. Abgedichtet wird das Loch noch nicht, da die Halterung später vor dem Lackieren des Bootes wieder entfernt wird.

11. Wasserkühlung einbauen



Die Wasserkühlung dient dazu den Motor zu kühlen, damit dieser bei starker Beanspruchung nicht zu heiß wird und somit nicht zerstört wird.
Für die Wasserkühlung benötigt man einen Einlass und einen Auslass. Der Einlass wird durch ein Messingröhrchen hinter der Schraube platziert, so dass das aufgewirbelte Wasser durch das Rohr gedrückt wird und somit ins Innere des Bootes gelangt. Das Auslassrohr wird direkt neben dem Motor in die Flutkanalwand gesetzt. Dieses muss nur wenige Millimeter (ca. 20) lang sein. Man bohrt ein Loch in die Wand und klebt es mit dem üblichen Baumwollflockenbrei fest.
Das Röhrchen für den Einlass muss etwas komplizierter gestaltet werden. Erst einmal wird ein Loch ins Heck gebohrt und zwar möglichst weit oben und etwas nach rechts versetzt (von dem Stevenrohr weg). Die Platzierung muss so gewählt sein, dass wenn man ein gerades Stück Rohr ins Loch stecken würde, das Rohr von oben gesehen mittig über dem rechten Schraubenblatt liegen würde. Vom rechten Schraubenblatt wird das Wasser nämlich hochgeworfen und dann ins Rohr gepresst. Nun muss das Einlassröhrchen gebogen werden. Es wird so gebogen, dass das Einlassende kurz hinter der Schraube hängt. Ist dies geschafft, so wird es auch wieder mit Baumwollflockenbrei eingeklebt.
Sobald alles getrocknet ist, werden die beiden Schlauchstücke zwischen Kühlspirale, Einlass und Auslass gesetzt.

12. Akkuhalterung einbauen



Für die Akkuhalterung benötigt man zwei Klettschlaufen und ganz normales selbstklebendes Klettband. Die Klettschlaufen werden zu aller erst gekürzt, damit sie genau um die Akkus passen. Ist dies geschehen, so werden sie mit Sekundenkleber am Rumpfboden festgeklebt. Anschließend klebt man noch breites Klettband flächig darüber, was zusätzlich nochmal für Rutschsicherheit sorgt. Eine Seite der Akkus muss natürlich mit dem entsprechenden Gegenstück des Klettbandes versehen werden.

13. Letzte Abschlussarbeiten



Jetzt wird auf den Lagerbock ein Stück Silikonschlauch gesteckt und dadurch etwas Fett ins Stevenrohr gebracht.
Danach müssen noch Entlüftungslöcher für den Flutkanal angebracht werden. Diese werden auf der Oberseite vorne am Rumpf gebohrt und können individuell gestaltet werden. Danach wird noch ein Loch an der Unterseite gebohrt und zwar genau in die Abrisskante. So kann die Luft entweichen und der Flutkanal sich schneller füllen.
Zu guter Letzt wird noch die Abdeckung des Bootes angepasst, sofern dies überhaupt nötig ist.

14. Fahrtregler & Empfänger einsetzen



Jetzt müssen nur noch Fahrtregler und Empfänger ins Boot gesetzt werden. Zuerst wird die Antenne vom Empfänger durch das Antennenröhrchen gefädelt. Der Emfpänger selbst wird dann mit Klettband vorne rechts im Rumpf platziert. Danach wird der Motor wieder ausgebaut und die Kabel vom Fahrtregler werden angelötet. Die Kondensatoren zum Entstören werden ebenfalls angelötet. Danach wird der Motor wieder eingebaut und der Fahrtregler links daneben über dem Kühlwasserauslass mit Klettband festgeklebt.
Das Boot ist nun fahrfertig!

15. Erste Testfahrt



Die Testfahrt fand auf einem kleinen Teich statt. Leider stellte sich im Laufe der Fahrt heraus, dass der Teich nicht sonderlich tief war und man deshalb mit Schraube und Ruder ständig Algen geangelt hat. Nun gut, das war nicht weiter tragisch, da die MegaDragstar3 dennoch ein ganz gutes Bild abgegeben hat, wenn sie in klarem Wasser unterwegs war. Sie wurde vorerst mit 12 Zellen bestückt und lief damit auch schon recht gut. Nach ein paar Metern Fahrt kam sie auch schon ins Gleiten und lief schön frei. Aufgrund der geringen Teichgröße war es leider nicht möglich längere Geradeausfahrten zu machen. Außerdem muss noch gesagt werden, dass auf die Flutkanalseite Bleigewichte vor dem Akku befestigt werden mussten, damit sie sich selbstständig umdrehte. Mit einer anderen Zellenaufteilung (8:6 oder 10:4) sollte sich dieses Problem aber auch lösen lassen.
Die Fahrt mit 14 Zellen und anderen Schraubengrößen steht noch aus.
Testfahrt-Video (DivX):


16. Lackierung



Da das Boot nun einwandfrei läuft und nichts mehr umgebaut werden muss, was zu einer Beschädigung der Lackierung führen würde, kann der Rumpf endlich Individualität erhalten.
Die Grundlackierung wird ein einfacher Farbverlauf von vorne weiß über gelb nach hinten orange. Darauf werden später noch z.B. schwarze Tribals lackiert um einen schönen Kontrast zu erhalten.
Zuerst werden alle Unebenheiten weggeschliffen, wie z.B. die Nahtüberstände an den Seiten des Rumpfes. Unebenheiten kann man durch Spachtelmasse ausgleichen. Danach wird der Rumpf mit sehr feinem Schleifpapier angeraut und mit weißer Grundierung grundiert. Sobald diese gut durchgetrocknet ist kann man mit der eigentlichen Farbe beginnen. Angefangen wird mit Weiß an der Spitze, dann im Mittelbereich Gelb und am Heck Orange. Den Farbverlauf erreicht man am besten mit Airbrush oder einer normalen Lackierpistole mit feiner Düse.
Nachdem diese erste Farbgebung getrocknet ist kann man das Boot noch mit Tribals verzieren. Es ist beispielsweise möglich diese von hinten nach vorne dünner werden zu lassen. Auch sind Schriftzüge, Logos oder andere kleine Bilder möglich. Da ist jedem seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Zum Abschluss werden noch ein oder zwei Schichten Klarlack aufgetragen um dem Rumpf einen schönen Glanz zu geben und die Farbe darunter vor Kratzern zu schützen.

Fazit



Die Megadragstar3 bedarf noch einigen Abstimmungen und Testfahrten, allerdings fährt sie sich jetzt schon ganz gut. Auf die zusätzlichen Tribals bei der Lackierung wurde vorerst verzichtet so dass das Boot noch sehr schlicht aussieht.
Aufgrund des hohen Preises für das Modell und der relativ minderwertigen Komponenten empfiehlt es sich vielleicht doch lieber auf ein anderes Modell zurückzugreifen, das qualitativ hochwertiger und zudem eventuell sogar günstiger ist.
Letztendlich ist es aber jedem selbst überlassen und wem der Rumpf gefällt, der wird sich auch nicht von der Baukastenausstattung abschrecken lassen.
Im Großen und Ganzen ist die Megadragstar3 ein schönes Boot, das viel Freude bereiten kann.