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Dolly

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14.05.08

Lange gabs nichts mehr zu hören, doch einiges ist in der Zwischenzeit passiert! Da das Boot am Pfingstwochenende eigentlich zum Einsatz kommen sollte, blieb einfach keine Zeit für den Baubericht. Dies wird nun nachgeholt.
Das erste Problem tauchte in Zusammenhang mit den Pins der LEDs auf, einzig und allein bei den Positionslichtern wären diese unsichtbar gewesen. Bei Toplicht, dem achteren weißen Licht und insbesondere dem Suchscheinwerfer hätte man außen noch dicke Schrumpfschlauch-Knubbel gesehen, absolut unakzeptabel. Nachdem ich kurz erwogen hatte, nun doch die ungeliebten Glühbirnchen einzusetzen, entschied ich mich für SMD-Leds. Die Lötarbeiten an diesen sind, sofern sie wie hier mit Litzen und nicht auf einer Platine erfolgen, ein übler Aufwand der einfach keinen Spass macht.
Die Lösung fand ich im Sortiment von Conrad: Bedrahtete LEDs! Hier sind schon dünne Drähte angelötet. Das macht die Sache zwar teuer im Vergleich zu normalen SMD-LEDs, aber so viele benötigte ich ja auch nicht. Somit konnte endlich das Dach mit seinen Lampen bestückt werden. Der Lichtmast und die beiden weißen Bügel entstanden aus 1,5mm Messingdraht. Der Lichtmast ist in das Messinggehäuse des Toplichts gelötet.



Als Nächstes stand die Verdrahtung der LEDs mit Widerständen an. Hierbei wurden die Drähte und Widerstände mit Tesa-Film so unter dem Dach fixiert, dass sie in die Kabelkanäle in der Kabine passen würden. Die Verbindung zwischen Dach und Kabine erwies sich als nicht ganz so einfach. Das Original-Dach war nämlich gewölbt, und bei genauem Hinsehen ist auch die Oberseite des Kabinen-Tiefziehteils gewölbt. Panschereien mit Stabilit habe ich mir hier gespart. Der erste Versuch erfolgte mit Klettband. Das hätte den Vorteil gehabt, dass das Dach für eventuelle Korrekturen/Reparaturen an der Elektrik abnehmbar gewesen wäre. Leider war der Abstand zwischen Dach und Kabine dadurch einfach zu groß, und es sah nicht schön aus. Ich habe dann doppelseitiges Klebeband verwendet, links ein Streifen, rechts ein Streifen. Dadurch wird die Wölbung der Kabine ausgeglichen, das Dach "schwebt" aber auch nicht über der Kabine. Die Rede ist hier übrigens nicht von dem von Robbe gerne eingesetzten Schaumklebeband, sondern von einem dünneren, gummiartigen Band.
Die Kabine samt Dach sah jetzt so aus:



Bevor die Kabine mit dem Aufbau verheiratet werden konnte, musste noch der Fahrstand gebaut werden. Davon habe ich leider vergessen, ein Bild zu machen, aber er sieht genau so aus wie der originale. Hier wurde wieder mit Polystyrol-Platten gearbeitet.
Dann ging es an die Hochzeit von Kabine und Aufbau. Dazu gibt es eigentlich nichts zu sagen, außer, dass ich mit dickflüssigem Sekundenkleber gearbeitet habe. Dies kann ich im Nachhinein nicht ohne weiteres empfehlen, denn das Mistzeug hat mir über Nacht dann doch noch die Scheiben vernebelt. Für Nachahmer: Abkleben! Das Ergebnis dieser Operation: Das sieht doch schonmal nach Schiff aus!



Die Leitungen vom Dach wurden wie vorgesehen hinter einem der beiden Holme der Kabine verlegt und durch ein Loch im Boden erreichen sie schließlich das Bootsinnere. Alle Leitungen habe ich mit Sekundenkleber unter dem Aufbau festgeklebt, damit werden sie entlastet im empfindlichen Bereich vom Dach bis unter Deck. Hier liegen jetzt ganze 16 Leitungen, das Blaulicht ist da nicht ganz unschuldig dran, aber auch die 3 Leitungen für das Hubservo vom Feuerlöschmonitor sind hier schon eingerechnet. Die Verbindung sollte lösbar werden, deshalb habe ich hier erstmal einen 25-poligen Sub-D-Stecker angelötet.
So langsam war es an der Zeit dem Schiffchen Leben einzuhauchen. Als erstes habe ich die Servos eingebaut. Leider ist für eine Drehbewegeung des Löschmonitors überhaupt kein Platz mehr, und so wurde auf diese Funktion verzichtet. Das Problem dabei ist das Ruderservo und das Rudergestänge, dass genau da verläuft, wo das Rohr vom Löschmonitor aus dem Deck kommt. Trotzdem der Löschmonitor und auch das Hubservo genau wie übrigens auch das Lenkservo an der im Plan angegebenen Stelle verbaut wurde, kollidierte beim Steuern das Rudergestänge mit dem Löschmonitor. Nicht schön aber funktionell bekam das Gestänge zwei Biegungen verpasst. Somit ist es immer noch einstellbar aber berührt nichts mehr. Die beiden Standardservos, ein Hitec HS 325HB für das Ruder und ein Modelcraft-Billigservo von Conrad für den Hub des Löschmonitors, wurden nicht wie im Plan mit Schaumklebeband befestigt. Ich hatte in Erinnerung, dass das Ruderservo dabei immer gewackelt hat, weil die Klebefläche zu klein und das Band zu elastisch war. Außerdem ist diese Lösung in meinen Augen nicht ästhetisch. Robbe selber bietet die Lösung an: Servo-Montagerahmen aus Kunststoff. Nicht billig, aber schön und gut. Die Rahmen werden mit Sekundenkleber in das Boot geklebt. Danach kann man die Servos hineinschrauben. Ein eventueller Wechsel oder Diebstahl des Servos für andere Modelle wird so erleichtert. Leider scheint Robbe andere Vorstellungen von den Abmessungen eines Standardservos zu haben als alle anderen: Beide Servos hatten die Befestigungslöcher weiter innen als die Aufnahmepins am Rahmen waren. Das Hitec-Servo hat offene Befestigungslaschen, während diese beim Modelcraft-Servo noch aufgefeilt werden mussten, damit es überhaupt passte.



Dann wurde mit dem Einbau der Elektronik begonnen. Es wurde ein Gegenstück zu dem Sub-D-Stecker am Aufbau angefertigt:



Zur restlichen Verdrahtung gibts eigentlich nicht viel zu sagen. Ich habe dafür einen ganzen Tag gebraucht! Die Positionsbeleuchtung ist einfach an den Fahrakku angeschlossen und leuchtet die ganze Zeit durch. Das Diesel-Modul ändert seine Frequenz in Abhängigkeit von der Motor-Fahrspannung. Diesel-Modul und Nebelhorn sind über Widerstände gekoppelt, was das Signal aber wieder leise macht. Daher das Verstärker-Modul. Der Lautsprecher wurde einfach vorne unter das Deck geklebt. Es sind jetzt per Fernsteuerung schaltbar: Nebelhorn, Suchscheinwerfer, Blaulicht und die Wasserpumpe. Leider kommt der Ton vom Nebelhorn nicht durch, da muss irgendwo noch ein Fehler sein. Die Pumpe wird nicht direkt vom Schaltmodul, sondern über ein 6V-Relais geschaltet. Dieses befindet sich neben der Pumpe an der Bordwand und ist deswegen auf dem Foto nicht sichtbar.



Da mein Sender, ein Futaba F-14, noch nicht ausgebaut war, musste dies natürlich auch noch geschehen. Es wurden 3 Kipptaster und ein Linearschieber eingebaut. Der Linearschieber wurde gekauft. Er ist zwar sehr sehr teuer, aber das ganze sollte von außen auch gut aussehen und da wollte ich nicht irgendein nur halb passendes Schiebe-Poti einbauen. Die Taster sind bei robbe wahrscheinlich so gar nicht erhältlich, das weiß ich aber nicht genau. Auf jeden Fall harmonieren sie perfekt mit den Schaltmodulen von Conrad. In der Mittelstellung machen sie gar nichts, in eine der beiden Richtungen getippt schalten sie jeweils eine Funktion, länger gehalten funktionieren sie als Taster. Damit das funktioniert, müssen die Taster noch mit ein paar Widerständen versehen werden. Hier rentiert sich wieder der Kauf des Linearschiebers, da kann man die Werte einfach ablesen. Der Linearschieber besteht aus einem Schiebepoti 10k, also lötet man zwischen die Schaltkontakte des Tasters 2 Widerstände mit 5k ein. In Reihe zum Mittelabgriff des Potis findet sich noch ein 52k-Widerstand. Einen solchen lötet man also auch in Reihe zum mittleren Kontakt des Tasters. Da ich diese Widerstandswerte nicht vorrätig hatte, wurden kurzerhand zwei Widerstände 5,6k und ein Widerstand 56k verbaut. Damit funktioniert die Angelegenheit ganz ausgezeichnet.
Jetzt fehlten nur noch die Reling und ein paar Beschlagteile. Da die Zeit inzwischen sehr, sehr knapp war, erfolgte eine erste Probefahrt. Dabei hat eigentlich alles funktioniert, nur: In der Hektik habe ich vergessen, dass man so ein Boot noch auswiegen muss. Deswegen lag es noch sehr schief im Wasser. Ich mache einfach mal die seitliche Position der Pumpe dafür verantwortlich, das wird dann mit Blei auf der anderen Seite ausgeglichen. Da jetzt die Zeit ganz am Ende war, habe ich den Kahn dann doch nicht mit in den Urlaub genommen, und kann ihn in den folgenden Wochen ganz gemächlich zu Ende bauen.

Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen/Wochen!