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F-16

Die F-16 von Wemotec soll mein Prachtstück werden. Sie ist mein erster Jet und auch mein erstes Voll-GFK Modell. Bis zur Fertigstellung ist es noch ein weiter Weg. Für diesen Flieger möchte ich mir aber auch richtig Zeit nehmen, damit alles richtig perfekt wird.

Der Antrieb wird aus einem WeMoTec Mini-Fan pro bestehen. Welcher Motor, Regler und Akku drankommt, ist noch nicht klar. Bis auf ein Fahrwerk soll die F-16 alles bekommen, was man als Jet so braucht:
  • eine schicke Airbrush-Lackierung
  • Scale Beleuchtung
  • Nachbrenner-Ring aus LEDs
  • Ausgebautes Cockpit
Die Lackierung wird sehr wahrscheinlich die aktuelle Lackierung der holländischen Display F-16.

Doch nun zum Bausatz. So sehen die Einzelteile aus:



Man erkennt außer dem Rumpf mit den Flächen (einteilig): Die Kabinenhaube, den Kabinenhaubenboden, den Lufteinlauf, die beiden Taileron-Flossen, das Seitenleitwerk, die Düse und die beiden "Airbrakes" genannten hinteren Abschlüsse des Rumpfes, die hier noch ein Teil sind(müssen getrennt werden). Im Rumpf befinden sich auf diesem Foto noch die beiden Hälften des Einlaufkanals(nicht ersichtlich).
Auf dem nächsten Foto habe ich das Gerät dann mal so gut es geht zusammengesteckt, nur damit man mal ein bischen was von der Optik mitbekommt:



Hier sieht man auch den bereits angesprochenen Luftkanal. Dann werfen wir noch einen Blick auf den Fan. Das befindet sich alles im Lieferumfang:



Zu sehen sind das Gehäuse, ein Beutel mit Kleinteilen, der Rotor, der Spinner, sowie ein Einlaufring. Letzterer wird bei der F-16 nicht benötigt, da der Fan intern verbaut wird. Der Rotor ist äußerst präzise gewuchtet. daher kommt auch die grüne Wuchtmasse im inneren des Rotors:



Begonnen wurde der Bau mit der Anpassung des Lufteinlaufs. Dieser passt auf den ersten Blick recht gut:



Es fällt jedoch ein ca. 1mm hoher Spalt zwischen dem Einlauf und der keilförmigen Auflage am Rumpf. Am Einlauf ist eine kleine Stufe, am Rumpf ist eine glatte Fläche.



Diesen Spalt werde ich mit einem passend zugeschnittenen Stück Sperrholz verschließen.
Anschließend wurde mit dem Arbeiten am Luftkanal begonnen. Zuerst wurden die Klebeflächen beider Hälften mit 240er Schleifpapier aufgerauht:



Dann wurden die Klebeflächen einer der Hälften im vorderen Drittel mit 30min-Epoxy bestrichen. Das hintere, Fan-seitige Drittel wurde noch nicht geklebt, da hier noch die Anpassung auf den kleineren Impellerdurchmesser stattfinden muss. Der aufgeklebte Tesafilm sollte ein hineinquellen des Klebers in den Kanal verhindern.



Beim Zusammenfügen der Hälften stellte sich raus, dass der Tesafilm einfach nur störend war, also wurde dieser wieder entfernt. Die Hälften wurden zusammengefügt, ausgerichtet und mit Wäscheklammern gesichert zum Aushärten abgestellt.



Der Kanal wurde auf Ober-und Unterseite keilförmig eingeschnitten. Im gleichen Zug habe ich die Klebekanten mit dem Dremel komplett entfernt, da der Kanal sonst nicht in den Rumpf passt und ich eine Fläche für mein Nahtband brauchte. Dabei habe ich entgegen meines bisherigen Plans nicht nur 1/3, sondern ca. 2/3 der Naht aufschneiden müssen, damit sich die Hälften einigermaßen zusammenziehen ließen. Anschließend habe ich die untere Naht zusammengezogen und von innen einen Tesafilmstreifen aufgeklebt. Dieser hält nicht nur die beiden Hälften während des Laminierens zusammen, sondern sorgt auch für eine schön glatte Oberfläche auf der Innenseite der Naht.



Der Spalt wurde mit einem Gemisch aus Epoxydharz und Baumwollflocken gefüllt, außerdem wurden alle Kanten damit aufgefüttert, damit das Gewebe sich schön glatt legen lässt. Um Ecken kann man es nämlich nicht herumziehen. Das würde zu Luftblasen führen, da das Gewebe sich immer auf einen bestimmten Biegeradius wieder aus der Ecke rauszieht.



Dann habe ich das Nahtband auflaminiert. Dabei musste ich nur noch mit dem Pinsel auf das Band tupfen, Harz war genug darunter vorhanden. Das Ganze ist über Nacht ausgehärtet.



Die andere Seite war da schon etwas komplizierter. Hier musste auch quer eingeschnitten werden, sonst gab es Wellen im Kanal und die Hälften wollten sich gar nicht gerne näherkommen.



Dafür passten auf dieser Seite die Kanten viel besser zusammen als auf der Anderen, der Spalt ist hier weit unter 1mm breit. Doch wie kriegt man in so einen geschlossenen Kanal das Tesa hinein? Dazu habe ich mir ein Spezialwerkzeug gebaut. Es handelt sich um den BugSoft-Megapfeifenputzer 3000.



Zuerst das Tesa an der Rolle durch den Kanal gehängt, auf beiden Seiten mittig fixiert, und dann mit dem BugSoft-Megapfeifenputzer 3000 einmal durchgezogen und angedrückt. Dann kam noch ein Glas in die Impeller-Öffnung: Dieses hat, mit einer Lage Klebeband umwickelt, genau den Innendurchmesser des MiniFans von 69mm.



Dann wurde wieder mit Baumwollflocken und Harz gefüllt und das Geweband auflaminiert:



So sieht das Ergebnis aus, das jetzt erstmal zum Aushärten in der Werkstatt liegt:



Dann habe ich den Minifan mit Frischhaltefolie eingewickelt, diese mit einem Fön von Falten befreit, und auf das Glas gesteckt. Dabei galt es, vorsichtig zu sein, da die dünne Folie schnell reißt. Die kante zwischen Kanal und Fan habe ich wieder mit "Mumpe" ausgeglichen und dann ein paar Lagen Gewebeband drumherum laminiert. Nachdem das ausgehärtet war, habe ich mit Mühe und Not den Fan wieder herausgezogen gekriegt, das Glas war aber nicht dazu zu bringen, von seiner Position zu weichen. Naja, wer nicht hören will, muss fühlen! Ergo: Hammer! Nachdem das Glas und die Frischhaltefolie beseitigt waren, hatte mein Kanal eine wunderbar passende Muffe für den Fan:



So sieht es dann mit Fan aus:



Der Fan passt saugend in den Kanal, aber nicht so fest, dass man Kraft anwenden muss. Er sitzt aber auch nicht so locker, dass er wackelt. Einfach perfekt halt... Hier nochmal ein rektaler Einblick in den Flieger:



Jetzt ging es daran, den Kanal und die Einlaufverkleidung tatsächlich in bzw. an den Rumpf zu bauen. Zuerst habe ich den oben schon einmal gezeigten Spalt zwischen Rumpf und Einlaufverkleidung eliminiert. Das ging mit einem 1mm Sperrholzbrett ganz gut. Der Rumpf wurde an der entsprechenden Stelle mit dem Schleifklotz behandelt. Vornehmlich, um die Klebefläche anzurauhen, aber auch um sicher zu gehen, dass sie plan ist. Das Brettchen habe ich penibelst zugeschnitten und dann schleifenderweise angepasst, bis es genau die Kontur des Rumpfes hatte. Dann habe ich es vollflächig ganz dünn mit 5-min-Epoxy eingestrichen und angeklebt:



Das Brettchen musste dann auch nochmal den Schleifklotz über sich ergehen lassen, vor allem die Spitze und die hintere Kante mussten noch beareitet werden:



Der trocken angesetzte Einlauf offenbart, dass der Spalt weg ist:



Ein verkleinerter Kanal erfordert kleinere Öffnungen in den Spanten, deswegen habe ich einen Adapter-Ring zurechtgesägt, der mit Epoxy auf den vorhandenen Spant geklebt wurde. Den Ring musste ich in 2 Teile teilen, da er sonst nicht durch den hintersten Spant gepasst hätte:



Für das Ausrichten dieses Rings habe ich ewig gebraucht! Ob er mittig liegt, konnte ich ja nur von der anderen Seite her sehen. Die Aussparung oben ist der Rumpfform zu verdanken, die "Beulen" im Ring waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht da, sie wurden nötig wegen der Nähte auf dem Kanal. So sieht's dann aus mit Kanal drin: