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| BugSoft Modellbau | Flugzeuge | Extra 300 LP

Extra 300 LP





Die Extra habe ich mir in Harsewinkel auf dem Flohmarkt gegönnt. Endlich mal was großes! Für mich ist die Spannweite von 1730mm einfach nur imposant, auch wenn Andere sich darüber nur ein müdes Lächeln abringen können. Angetrieben wird die Extra von einem DLE 30, welches mein erster Benziner ist. Der Preis war ein absolutes Schnäppchen, der Besitzer sehr freundlich, und doch hat er beim Bau den ein oder anderen Bock geschossen, wobei man sich denkt, dass es doch ein Glücksfall ist, dass das Modell noch lebt. Hier mal eine kleine Auflistung von dem, was ich so gefunden habe und ändern/verbessern werde:
  • Kalte Lötstellen an den Akkus. Die Akkus ließen sich so auseinanderbrechen.
  • Das Seitenruder musste nur angetickt werden, schon waren die (Flies-)schaniere raus. Hier wurde offensichtlich nur oberflächlich mit dem falschen Klebstoff gearbeitet.
  • Die Verkabelung besteht aus einem Mischmasch an verdrillten und unverdrillten Servokabeln verschiedener Querschnitte mit unzähligen Flickstellen.
  • Die Luftschraube war mit 4 Schrauben befestigt, 3 davon mit Federring, eine ohne
  • Die Servos vom Typ Graupner C5077 sind zu schwach für das Modell
  • Der Zündungsakku war, wohl wegen des Schwerpunktes, am hinteren Ende des Rumpfes unter dem Seitenleitwerk montiert. Angeschlossen war er mit einem sehr dünnen aber sehr langen 2-adrigen Kabel, das direkt an der Empfangsanlage und parallel zu den beiden Kabeln der Höhenruderservos geführt wurde. Hier habe ich bedenken bezgl. Störungen.
Bezüglich der Zündanlage werde ich versuchen, mir ein Oszilloskop mit Stromzange zu leihen, damit ich weiß, ob und wie viele Stromspitzen es auf der Leitung gibt. Auch wenn das nicht klappt, gedenke ich aber, das Seitenruderservo nach hinten zu versetzen und den Zündakku dafür nach vorne zur Zündung. Es kann sein, dass es dann hinten noch ein paar Gramm Blei benötigt, angesichts eines Gesamtgewichts des Fligers von 3,9kg ist das aber denke ich zu verschmerzen.

Da ich die Lötstellen an den Akkus schon bewundern durfte, und z.B. beim Gasservo ein >60cm langes, unverdrilltes Kabel benutzt wurde, was für Störungen wesentlich empfänglicher ist als ein verdrilltes, habe ich mich entschlossen, sämtliche Verdrahtung in dem Flieger neu zu machen. Die Kabelverlegung war auch vorher eher "salatförmig".

Die Akkus

Begonnen habe ich mit den Akkus. Hier kommen Eneloop-Zellen zum Einsatz, insgesamt 3 Blockförmige Packs mit je 4 Zellen waren vorhanden. Einer für die Zündung, zwei werden über eine Akkuweiche mit Sicherheitsschalter für die Empfängerstromversorgung verwendet. Alles in allem eine löbliche Kombination.
Leider sahen die Akkus so aus:



Die Zellen ließen sich teilweise ohne Erhitzung der Lötstellen einfach so auseinander brechen. Viel kälter kann man eine Lötstelle nicht mehr machen. Wahrscheinlich war der verwendete Lötkolben zu schwach. Beim Zündakku sind dann wohl auch keine Zellenverbinder mehr übrig gewesen.



Ich habe also alle Akkus auseinander gebrochen, bzw. manche auch auseinandergelötet, und dann neu konfektioniert. Dabei kamen wieder die Kupferstreifen vom Battmann zum Einsatz. Außerdem erhielten die Akkus Anschlusskabel von 1,5mm² Querschnitt. Das ist der gleiche Querschnitt, der auch an der Akkuweiche vorhanden ist. So sieht das dann aus, einmal nackt, einmal schon im Schrumpfschlauch:



Zuletzt habe ich noch den Schneidplotter angeschmissen und die Akkus schön beschriftet:







Die Ernüchterung kam, als ich den ersten Akku geladen habe und zum Test auch direkt wieder entladen habe. Ich hatte einen Entladestrom von 4A eingestellt, zugegebenermaßen etwas heftig, doch auf der Eneloop-Seite steht, dass die Zellen auch das vertragen. Bereits nach weniger als 10min war die Spannung des gesamten Packs auf <1,5V eingebrochen und der Akku war heiß, zischte und ist ausgelaufen. Adieu, Empfängerakku 1. Den nächsten werde ich zunächst etwas sanfter behandeln und dann nach und nach steigern, vielleicht ist der noch zu retten. Fest steht, dass die Akkus wohl nicht sehr fit sind. Vielleicht haben sie auch mittlerweile zu viele Lötorgien hinter sich. Den Weg in die Extra wird vermutlich von diesen Akkus keiner mehr finden.
Update:Heute habe ich den 2. Akku malträtiert und herausgefunden, dass ich unter Umständen nicht ganz unschuldig am Tod des Ersten war. Am Ladegerät muss man beim Entladen die Entladeschlussspannung einstellen, dies hatte ich fälschlicherweise pro Zelle getan, also auf 1,1V gestellt. Richtig wäre es gewesen ihn für das ganze Pack einzustellen, also in diesem Fall 4,4V.
Die Entladung des zweiten Akkus heute habe ich mit 4,4V Entladeschlussspannung und einem Entladestrom von diesmal nur 2A durchgeführt. Da sieht die Sache in meinen Augen schon besser aus.

Die Servos

Auf allen Rudern sind Servos vom Typ C5077 verbaut, die ein Drehmoment von 50Ncm bereitstellen. Flitework empfiehlt in der Bauanleitung jedoch stärkere Servos. Im Einzelnen sind das für die Querruder 60Ncm und für Höhen- und Seitenruder jeweils 90Ncm. Die C5077 sind also, bis auf das Höhenruder(hier kommen 2 Exemplare zum Einsatz), durchweg zu schwach. Da sie kein Metallgetriebe besitzen, habe ich mich entschieden, auch auf den Höhenrudern andere Servos zu verbauen.

To be continued...